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Gesang - Cante
Tanz - Baile
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FLAMENCO 
Cante
Der Cante (Gesang) bildet die Grundlage all dessen was Flamenco darstellt. Zum Cante kamen Rhythmus (Händeklatschen - Palmas), Tanz (Baile) und dann zuletzt die Gitarre hinzu.
Der Gesang ist auf Grund seiner arabischen Melismatik und des dorischen Modus für Mitteleuropäer äußerst schwierig zu verstehen. Darüber hinaus werden die oft sehr lokalgebunden coplas (Gesangsstrophen) in regionalen Dialekten vortragen. Man unterscheidet generell den cante grande oder cante jondo vom cante chico: das Äquivalent der E-Musik und der U-Musik des Flamenco. Wer erlebt hat, mit welcher Inbrunst ein sogenannter cante chico wie die Alegrías vorgetragen werden kann, wird diese Begriffe mit Vorbehalt benutzen. Typisch für den cante jondo sind u.a. die Siguiriyas, der Taranto, die Soleá (oder Soleares), die Malageñas. Typische Vertreter des cante chico sind Alegrías, Bulerías, der Tango flamenco, der Fandango, die Rumba und auf jeden Fall auch die bekannten Sevillanas.
Viele Texte sind überliefert und werden wenig verändert. Jedoch findet immer wieder neue Lyrik Eingang in den cante. Themen sind oft der Verlust oder die unerreichte Liebe, das Leid und die Ungerechtigkeit. Alle Aspekte des Lebens finden in den Gesangsstrophen ihren Niederschlag.
- · Tremolo - diese Technik gleicht dem des klassischen Tremolo, wobei diese mit Zeigefinger, Ringfinger, Mittelfinger und Zeigefinger ausgeführt wird und nicht wie im klassischen mit Ringfinger, Mittelfinger und Zeigefinger.
- · Rasgueados - verschieden klingende druckvolle Technik, bei der, je nach Art des Rasgueado, 2, 3 oder 4 Finger in schneller Abfolge gespielt werden. Es entsteht ein "rasselnder" Ton
- · Golpe - ist die Bezeichnung für das Klopfen mit dem Finger auf die Gitarrendecke. Deshalb haben Flamenco-Gitarren meist einen Hartplastik-Schlagschutz vom Schallloch bis zum Steg.
- · Apagado - Dies ist eine spezielle Abdämpftechnik, kann sowohl mit der linken oder rechten Hand während des Spiels benutzt werden.
- Der Gitarrist begleitet traditionell den Sänger oder die Tänzerin. Dabei ist der Compas das Wichtigste. Eine Soloeinlage nennt man Falseta und spezielle Teile für den Tanz Escobilla.
Als Schlagwerk dient meist der Cajon (auch Rumbakiste genannt)- eine Holzkiste, die innen mit Drähten und Federn verspannt ist und so ein komplettes Schlagzeug simulieren kann; aber auch Tabla und andere Trommeln werden benutzt.
Traditionell werden auch Kastagnetten verwendet - zwei löffelförmige Hölzer, die mit den Händen zum Klappern gebracht werden. Im modernen Flamenco verlieren sie jedoch immer mehr an Bedeutung.
Sehr wichtig sind auch die Palmas ("Handflächen") - das Klatschen. Es gibt zwei Arten von Palmas: Palmas claras oder "palmas agudas", die lauten peitschenden und Palmas sordas, die leisen, dumpf geklatschten. Gute Palmeros sind rar, da diese oft mehrere Minuten sehr schnell und genau, sowie oft versetzt mit einem zweiten Palmero klatschen müssen.
Zu den Palmas werden bei den Flamencos, also denen, die es wirklich beherrschen, oft auch Kontras eingesetzt. contrapalmas werden sehr oft mit dem Mund als eine Art Schnalzlaut asynchron zu den Palmas eingebracht.
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