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Konzertführer
Cesar FRANCK 1822-1890
Cesar Franck (geb. 1822 in Lüttich, gestorben 1890 in Paris, die Mutter war eine Deutsche) wirkte mehr als vierzig Jahre in Paris als Organist und Orgelprofessor am Konservatorium. Schrieb für fast alle Gebiete der Musik.
Einleitung Sinfonie d-Moll A-Dur Sonate für Geige und Klavier
Einleitung
Cesar Franck (geb. 1822 in Lüttich, gestorben 1890 in Paris, die Mutter war eine Deutsche) wirkte mehr als vierzig Jahre in Paris als Organist und Orgelprofessor am Konservatorium. Schrieb für fast alle Gebiete der Musik.
Die Schöpfungen des Meisters, den man zuweilen als den Vater der französischen Sinfonik bezeichnet, bilden eine eigentümliche Mischung von strenger Satzkunst und farbigem Klang. Im Satz spürt man immer wieder den Organisten, der seinen Kontrapunkt mit spielerischer Selbstverständlichkeit beherrscht. Seine Klanggebung geht zurück auf Berlioz, Liszt und Wagner, deren Sprache er allerdings -man möchte sagen »orgelmäßig« - umgebildet hat. Seine Thematik ist meist fest und bestimmt. Die Mittelstimmen werden häufig chromatisch geführt: ganze Ketten von Halbtongängen laufen miteinander oder gegeneinander, so daß selbst Gebilde wie Kanons oder Fugen bei Franck eine merkwürdig schillernde Farbe erhalten. In seiner Haltung ist Franck ein romantischer Schwärmer, dessen inneres Wesen die Welt vom Innigsten bis zum verzückten Rausch umspannt.
Konzerte
Sinfonie d-Moll (1889).
Neben der Geigensonate das berühmteste Werk Francks; sie trägt manche Züge seines zuweilen recht trüben Lebens. Der erste Satz ist eine einzige Frage an das Schicksal. Dreimal wieder holt sich der gleiche Vorgang: im Lento stellen Bratschen, Celli und Bässe das fragende Thema auf (Beispiel), im Allegro wird es rhythmisch umgebildet und soll widerstandsfähiger werden. Doch das Lento kehrt zurück. Wieder das Allegro, wieder das Lento, bis endlich das Allegro einen ziemlich gewaltsamen Ausklang herbeiführt. Sehr schlicht ist die Melodik des zweiten Satzes (Allegretto), eines verhalten erklingenden Trauermarsches; dumpf pochende Rhythmen und chromatische Gänge verleihen ihm zuweilen etwas Niederdrückendes. Das Finale beginnt heftig, ja wild. Doch nach einigen Takten meldet sich im Hauptthema wieder ein deutlicher Anklang an das Thema des ersten Satzes. Auch die Trauerstimmung des zweiten Satzes kehrt wieder. Ganz seltsam wirkt die Verbindung von sehr taktfester Thematik mit einer farbigen, zuweilen ungreifbaren Harmonik und einer bunten Orchestersprache. Der rauschhafte Ausklang im Blech will förmlich die Schmerzen betäuben - gewichen sind sie freilich nicht.
A-Dur-Sonate für Geige und Klavier (1886),
bekannteste Komposition Francks. Satzstrenge und formale Freiheit stehen dicht nebeneinander; mit der klassischen Sonatenform hat das Werk nur mehr äußere Züge gemeinsam. So beginnt das Stück mit einem melodisch gleitenden Kernsatz. Dieser ist leidenschaftlich hochgestimmt, mit einem aus zwei gleichen Kurzmotiven zusammengesetzten Thema, das sich in seiner rhythmischen Betontheit nachdrücklich abhebt von der wogenden Klavierbegleitung. Diese leidenschaftlich-rezitativische Art eignet sich auch besonders für die Durchführung. Als nächster Satz folgt ein Fantasiestück, sehr melodiös, fast übermelodiös. Besonders kennzeichnend das Finale. Das Thema scheint melodisch-harmonisch erfunden, wird aber sogleich in kanonische Bahnen gefügt, und das so unaufdringlich, wie es nur ein wirklicher Meister vermag.
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